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Stöhr-Gruppe: Diversifizierung wird fortgesetzt – Rückblick 2014

Diversifizierung wird fortgesetzt

Die Stöhr-Gruppe setzt auf einen stärkeren Branchenmix – Umsatz in 2014 gehalten

NÜRNBERG/BAYREUTH – In einem zunehmend schwierigen Umfeld konnte die Stöhr-Gruppe 2014 insgesamt ihren Umsatz halten. Das Familienunternehmen setzt dabei bei ihrer Kundenstruktur mehr auf Synergieeffekte, um die rückläufigen Margen auszugleichen und verstärkt sein Lagergeschäft in Nürnberg und Bayreuth.

Die Transport-Branche ist im vergangenen Jahr leicht gewachsen – zumindest was die transportierten Mengen betrifft. Aber: „Wir bewegen uns auf einem stark umkämpften Terrain, in dem die Margen rückläufig sind,“ berichten Uwe und Oliver Stöhr, geschäftsführende Gesellschafter der Stöhr-Gruppe. Außerdem herrscht am Markt ein starker Verdrängungswettbewerb und Konzentrationsprozess: Die großen Speditionen kaufen mehr und mehr die Kleinen auf. „Vom reinen Transport kann man heute nicht mehr leben“, so das Fazit der Stöhr-Gesellschafter. Das Bayreuther Familienunternehmen bietet seinen Kunden deshalb – auch mit seinen Tochter-Firmen – mehr Zusatzleistungen an.

Der Druckbereich ist nach wie vor das stärkste Standbein des Unternehmens. Da das Geschäft mit Zeitschriften jedoch seit Jahren rückläufig ist, setzt das Familienunternehmen auf einen stärkeren Branchenmix. So wurden die Bereiche Industrie und Handel weiter gestärkt. „Wir haben uns 2014 von unrentablen Geschäften getrennt“, erläutern die Brüder. Dafür konnte die Firmen-Gruppe, zu der neben der Stöhr-Spedition auch Select Service Stöhr und Personal Service Stöhr gehören, neue Großkunden gewinnen. So hat der Logistik- Dienstleister neben Mercedes Benz nun einen weiteren Automobil-Hersteller als Kunden, für den Stöhr ab Herbst ebenfalls die Distribution der Ersatzteile für die nordbayerischen Werksstätten übernimmt.

Für eine norddeutsche Groß-Druckerei erledigt Stöhr außerdem die bundesweite Verteilung von Prospekten für eine Handelskette. „Dadurch konnten wir unsere Auslastung weiter optimieren und arbeiten nun im Zwei-Schicht-Betrieb“.

Neue Kunden konnte die Stöhr-Gruppe auch in den Bereichen Konfektionierung und vor allem in der Logistik für Online- Shops gewinnen. Auch das Lager-Geschäft ist 2014 weiter gewachsen. Die Stöhr-Gruppe hat an ihrem Hauptsitz im Grundig-Gewerbepark dazu im vergangenen Jahr weitere 4.500 Quadratmeter angemietet. Ab Juli 2015 werden noch einmal 7.000 Quadratmeter hinzugekommen, so dass sich die Lagerkapazität seit dem Einzug im Jahr 2009 auf 23.000 Quadratmeter verdoppelt hat. Auch in Bayreuth, dem Stammsitz des Familien-Unternehmens, ist eine Erweiterung geplant. In der Folge wurde allerdings die Niederlassung in Leipzig im Juni geschlossen. Dort hat das Unternehmen vor allem Werbebeilagen für einen Discounter kommissioniert. Dieser Kunde wird in Zukunft von Nürnberg aus bedient. Ein neues Warenwirtschafts­programm sorgte 2014 außerdem für einen „Quantensprung“ bei der Lagerlogistik.

Während die Spedition mit nun 207 Mitarbeitern ihren Umsatz 2014 um etwa 2,5 Prozent auf 24,2 Millionen Euro steigern konnte, musste die Tochter Select Service Stöhr mit ihren weiterhin über 400 „helfenden Händen“ einen Umsatzrückgang von circa 18 Prozent auf 3,8 Millionen Euro hinnehmen. Zum einen machte sich hier die Ausgliederung der Sparte Personaldienstleistung in ein eigenes Unternehmen bemerkbar, zum anderen war der Wegfall eines Kunden aus dem Bereich Konfektionieren dafür ausschlaggebend. Teilweise konnten die Einbußen jedoch durch Neugeschäfte in den Bereichen Online-Handel und Lager inzwischen aufgefangen werden. Im laufenden Jahr soll so die Fünf-Millionen-Marke wieder überschritten werden.

Gut entwickelt hat sich der jüngste Spross der Stöhr-Gruppe, die Personal Service Stöhr OHG. Das Tochter-Unternehmen konnte in seinem ersten vollen Geschäftsjahr 2014 seinen Umsatz auf 0,35 Millionen Euro mehr als versechsfachen. Und auch die Zahl der Mitarbeiter hat sich inzwischen auf 14 verdoppelt.

Auch für das Jahr 2015, in dem die Stöhr-Gruppe ihr 65-jähriges Jubiläum feiert, blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft. Neue Kunden und zusätzliche Aufträge von Bestandskunden sorgen derzeit für weiteres Wachstum. Außerdem setzt Stöhr die begonnene Diversifizierung weiter fort.

Sorgen bereitet den Geschäftsführern allerdings die verstärkte Fachkräfteknappheit. „Gute Mitarbeiter sind inzwischen Mangelware,“ berichten die Geschäftführer. Dadurch steigen die Lohnkosten für gutes Personal, die Mehrkosten sind am Markt derzeit schwer durchsetzbar.
Trotzdem setzt der Logistik-Dienstleister auch in Zukunft auf bestens qualifizierte Mitarbeiter. Ein Ausweg ist die Ausbildung, auf die die Firmen-Gruppe seit Jahren setzt: Im Herbst 2014 sind zehn neue Azubis bei Stöhr ins Berufsleben gestartet. Damit bildet das Unternehmen derzeit 20 Nachwuchskräfte in den Berufen Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistung, Fachkraft für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer sowie erstmals auch Kaufmann für Büromanagement aus.

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