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In der Krise gewachsen

Die Stöhr-Gruppe konnte 2009 entgegen
dem Branchentrend deutlich zulegen

 

NÜRNBERG – Keine Spur von Krise: Die Stöhr-Gruppe konnte im vergangenen Jahr gegen den Branchentrend sowohl beim Umsatz als auch bei den Beschäftigten deutlich zulegen.

Selbst in einem schwierigen Umfeld sind die beiden Unternehmen, die Stöhr-Spedition GmbH & Co. KG und die Select Service Stöhr OHG weiter gewachsen. „Gerade die Logistik-Branche wurde von der Wirtschaftskrise mit voller Wucht erfasst,“ weiß Uwe Stöhr, geschäftsführender Gesellschafter der Stöhr-Gruppe. Durch den Rückgang der Industrieproduktion und der Außenhandelsströme sank die Transportnachfrage in Deutschland im ersten Quartal 2009 um rund 20 Prozent. Obwohl die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder anzog, schloss die Transportbranche 2009 mit einem Minus von zehn Prozent ab. Das Transportvolumen fiel damit auf den Stand von 2003 zurück. Die Stöhr-Spedition mit Sitz in Bayreuth und Niederlassungen in Nürnberg und Leipzig konnte sich diesem Trend jedoch völlig entziehen: Die Transportaufträge stiegen im Jahr 2009 um fünf Prozent von 212.000 auf 222.000, das Transportvolumen um 22 Prozent von 273.000 auf 333.000 Tonnen und die Fahrleistung der rund 60 Lkw um zwölf Prozent von 14,8 Millionen auf 16,5 Millionen Kilometer.
Das deutsche Transportgewerbe hatte 2009 mit einem deutlichen Absatzeinbruch, höheren Kosten durch Maut und Sozialvorschriften sowie einem verstärkten Wettbewerbsdruck durch osteuropäische Transporteure zu kämpfen. „Vor allem im ersten Halbjahr haben die Kunden zusätzlich einen Solidaritätsbeitrag von ihren Dienstleistern eingefordert,“ sagt Oliver Stöhr, geschäftsführender Gesellschafter. Dadurch kam es zu deutlichen Preisrückgängen bei Transport und Weiterverarbeitung.
Trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen konnte die Stöhr-Spedition ihren Umsatz 2009 ebenfalls um rund drei Prozent von 18,75 auf 19,36 Mio. € steigern. Select Service Stöhr wuchs sogar um 19 Prozent auf 3,83 Mio. €. „Wir konnten im vergangenen Jahr sowohl einige Neukunden gewinnen und haben gleichzeitig von den Bestandskunden Zusatzaufträge erhalten,“ sagt Oliver Stöhr.
Während der Pressebereich, das traditionelle Geschäft der Stöhr-Spedition, im vergangenen Jahr um etwa 15 Prozent schrumpfte, konnte das Unternehmen das Geschäft mit Beilagen sowie mit Industrie-Kunden und Stückgutverteilung deutlich ausweiten. „Wir haben jetzt einen gesunden Branchenmix,“ berichtet Oliver Stöhr. „Vom einfachen Geschäft und Komplettladungen haben wir uns fast vollständig getrennt,“ ergänzt Uwe Stöhr. Vielmehr erzielt das Unternehmen heute einen Mehrwert durch komplexe Dienstleistungen wie Konfektionierung, Kommissionierung und Zusammenführen von Sendungen.
Das Wachstum hat sich auch bei beim Personal ausgewirkt: Die Stöhr-Spedition beschäftigte zum Jahresende 2009 insgesamt 121 feste Mitarbeiter (Vorjahr 101), davon elf Auszubildende in den Berufen Fachkraft für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer und Speditionskaufmann. Darüber hinaus arbeiteten bei dem Logistik-Unternehmen noch 56 geringfügig Beschäftigte. Select Service Stöhr beschäftigte zum Jahresende insgesamt 321 (Vorjahr 220) Mitarbeiter, die überwiegend in Teilzeit arbeiten.
Der Höhepunkt im vergangenen Jahr war sicherlich der Umzug in das neue Logistik-Zentrum auf dem ehemaligen Grundig-Gelände, in dem jetzt alle Nürnberger Standorte zusammengefasst sind. Damit hat sich die Lager- und Kommissionierungsfläche in der Noris von 6.500 auf insgesamt 12.000 Quadratmeter nahezu verdoppelt. „Durch die Zusammenlegung unserer Standorte und die damit verbundenen Synergieeffekte konnten wir außerdem unsere Abläufe optimieren und dadurch Kosten einsparen,“ sagt Uwe Stöhr. Und das Unternehmen hat damit die Kapazitäten geschaffen, um auch kurzfristig weitere Aufträge zu übernehmen.
Auch im laufenden Jahr geht das Wachstum des 1950 gegründeten mittelständischen Familienunter-nehmens, das von den Brüdern Uwe und Oliver Stöhr in der dritten Generation geleitet wird, ungebremst weiter. Im ersten Quartal legte die Stöhr-Spedition erneut um etwa zwölf Prozent zu und Select Service Stöhr konnte den Umsatz sogar annähernd verdoppeln. In den ersten drei Monaten hat die Unternehmensgruppe deshalb bereits erneut vier feste Mitarbeiter eingestellt. Und im Herbst will das Unternehmen außerdem acht neue Auszu-bildende beschäftigen.
Doch das Unternehmen expandiert noch weiter: Im April hat Select Service Stöhr die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung erhalten und kann somit Zeitarbeit als komplett neues Geschäftsfeld anbieten. Hiervon erwartet sich das Unternehmen einen weiteren Schub beim Umsatz und auch bei den Mitarbeitern.
Und Anfang Juni 2010 eröffnet die Stöhr-Spedition in Bayreuth ein neues Logistikzentrum. Damit soll der Stammsitz des Traditionsunternehmens rechtzeitig zum 60-jährigen Firmenjubiläum in diesem Jahr wieder gestärkt werden.

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Ansprechpartner:
Oliver Stöhr
und
Uwe Stöhr Beuthener Straße 43
90471 Nürnberg
Telefon 0911 / 9 30 66 29 (25)
Telefax 0911 / 9 30 66 22
eMail: os(æ)stoehr.com
          us(æ)stoehr.com

 

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